GNU/Linux on Medion MD9580-F Laptop
Last modified: Sat May 14 21:46:28 CEST 2005 Index

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Im folgenden will ich einige Tipps zusammenfassen, wie man Linux (im besonderen Debian GNU/Linux Unstable aka Sid) auf dem Laptop Medion MD9580-F (aka "Aldi Nordbook Oktober 2001") zur Mitarbeit überredet. Diese Informationen wurde mit installiertem Debian GNU/Linux Sid vom Oktober 2001 und Kernel 2.4.12ac3 "ertestet". Update: Auch im September 2002 mit einem Mix aus Debian Woody und Sarge und Kernel 2.4.19 funktioniert noch alles!

Updates dieser Seite: 2.1.2002 Intel-Treiber für Modem, Wofür Fn-F4 gut ist, ACPI doch nicht so toll, DVD-RPC-1-Firmware; 4.1.2002 TV-Ausgang unter Linux verwenden; 7.1.2002 Touchpad-Rollrad, Vier Sondertasten; 2.3.2002 Wunderhübsche Grafik hinzugefügt (die allerdings nicht das eigentliche Medion-Laptop sondern das Original von FIC zeigt.); 22.3.2002 ACPI vielleicht doch toll? 31.3.2002 softbeep zur Beeper-Emulation; 15.9.2002 Supend-To-RAM <-> Suspend-To-Disk, DVD+RW, XFree 4.x Synaptics Treiber; 16.9.2002 3D-Beschleunigung für den ATI-Grafik-Chip; GATOS-URL korrigiert; 17.11.2002 Parameter für ALSA-Soundtreiber, Debian-Paket für 3D-beschleunigten Grafiktreiber; 14.5.2005 Ein paar kleinere Updates

Hardware Einige berichteten, daß der Laptop von FIC gefertigt wurde, als leicht abgewandelte Version des FIC A555 oder A550 (FAQ), allerdings ohne Mini-LCD-Display vorne am Gehäuse. Der PCI-Bus ist wie folgt bestückt (Ausgabe von lspci):

00:00.0 Host bridge: Intel Corporation 440BX/ZX - 82443BX/ZX Host bridge (rev 03)
00:01.0 PCI bridge: Intel Corporation 440BX/ZX - 82443BX/ZX AGP bridge (rev 03)
00:04.0 Multimedia audio controller: ESS Technology ES1988 Allegro-1 (rev 12)
00:06.0 Communication controller: Ambient Technologies Inc: Unknown device 4000 (rev 02)
00:07.0 ISA bridge: Intel Corporation 82371AB PIIX4 ISA (rev 02)
00:07.1 IDE interface: Intel Corporation 82371AB PIIX4 IDE (rev 01)
00:07.2 USB Controller: Intel Corporation 82371AB PIIX4 USB (rev 01)
00:07.3 Bridge: Intel Corporation 82371AB PIIX4 ACPI (rev 03)
00:09.0 Ethernet controller: Realtek Semiconductor Co., Ltd. RTL-8139 (rev 10)
00:0c.0 CardBus bridge: Texas Instruments PCI1420
00:0c.1 CardBus bridge: Texas Instruments PCI1420
01:00.0 VGA compatible controller: ATI Technologies Inc 3D Rage P/M Mobility AGP 2x (rev 64)

Grafikkarte Der Grafikchip ist ein ATI Rage 3D Mobility LM (oder M1?). Unter XFree86 4.1.0 gibt es dafür das Treibermodul ati, das den Grafikchip einwandfrei unterstützt. Es gibt darin aber weder TV-Out-, DVD- noch 3D-Unterstützung. Einen Treiber, der die Xvideo-Extension für hardware-akzelerierten DVD-Playback nachrüstet, gibt es beim GATOS-Projekt, er heisst ati.2. Im CVS vom DRI-Projekt gibt es Anfänge von einem 3D-Treiber für den Chipsatz basierend auf DRI. Für den TV-Ausgang scheint es leider keinen brauchbaren Support unter Linux zu geben. Man kann den Anschluss zwar einschalten, indem man auf Fn-F3 drückt, leider wird dann allerdings der NTSC-TV-Modus aktiviert - für deutsche Fernseher ist jedoch PAL nötig. Ohne bessere Treiberunterstützung unter Linux erhalt man daher bestenfalls ein schwarzweisses Bild von schlechter Qualität auf dem Fernseher. Unbrauchbar fürs DVD-Abspielen. Update: Um endlich den TV-Ausgang nutzen zu können, habe ich nun selbst für die Treiberunterstützung gesorgt. Mit dem Utility atitvout kann man den TV-Ausgang per Software ein und auschalten und den PAL-Modus aktivieren. Jetzt kann man auch unter Linux richtig gut DVDs abspielen. Juchu! Vielen Dank dafür an mich selbst. Update: Leif L. Delgass hat inzwischen einen anscheinend brauchbaren DRI-Treiber für ATI-Rage-3D-Chips implementiert. Auf seiner Homepage kann man diesen Treiber runterladen. Er befindet sich noch im Entwicklungsstadium, scheint aber sowohl OpenGL akzelerieren zu können, als auch XVideo. Ich habe ihn noch nicht selbst getestet. Hört sich aber sehr vielversprechend an. Update: Mit der Debian-sources.list-Zeile

deb http://penguinppc.org/~daenzer/debian/dri-mach64/ ./

kann man recht einfach die Debian-Pakete xserver-xfree86-dri-mach64 und drm-mach64-module-src installieren. Damit kommt man Debian-konform zu einem akzelerierten 3D-Grafiktreiber für die Rage Mobility. Das funktioniert spitze! Die 3D-Leistung des Grafikchips ist aber auch so nicht grad golden.

FIC A550 aka Medion 9580-F

Sound Der Soundchip ist ein ES1988-Chip (aka Allegro-1 aka Maestro3) von ESS Technology. Der OSS-Treiber maestro3.o aus der Kerneldistribution funktioniert einwandfrei, nach dem Laden muss jedoch erst einmal Fn-F6 gedrückt werden um die internen Boxen einzuschalten.

ALSA bietet ebenfalls einen Treiber für diesen Chip namens snd-card-maestro3.o. Diesen habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.

Sehr interessant ist das Zusammenspiel zwischen Fn-F6, dem Lautstärkerollrad, dem internen Piepser, der Soundkarte und den Lautsprechern, wenn man es sich genau anschaut. Fn-F6 schaltet nicht etwa die Lautsprecher ein oder aus, sondern schaltet nur um zwischen Soundkarte und Piepser. D.h.: man hört entweder de Piepser auf der Konsole, oder man kann Musik hören, beides gleichzeitig scheint nicht zu funktionieren. Das Rollrad stellt die Lautstärke der Soundkarte ein - und nicht etwa die der Lautsprecher. D.h. die Lautstärke des Piepsers ist nicht veränderbar. Der Sinn des Mixerreglers "Speaker" ist nicht ganz klar. Besonders abstrus wird es, wenn man Musik auf der Soundkarte abspielt, anschliessend mit Fn-F6 auf den Pieper umschaltet und schliesslich einen Piepton aus diesem ausgibt: Für kurze Zeit - während des Piepens - hört man auch die Musik spielen. Es handelt sich hier wohl um eine Eigenheit der Hardware - man kann ohne Lötkolben wohl nichts daran ändern. Update: Mit dem Utility softbeep kann man alle Beeps in die Soundkarte umlenken. Juchu! Vielen Dank dafür an mich selbst. Update: Wenn man die ALSA-Treiber (0.9+) verwendet, kann man dem Modul snd-maestro3 einen Parameter snd_amp_gpio=0x3 (Unter Kernel 2.6: amp_gpio) übergeben und schon muss man kein Fn-F6 nach dem Bootup drücken, um die Soundkarte zu hören. Und es kommt sogar noch besser: Man kann dann auch gleichzeitig den Piepser und Musik hören! M.a.W.: die Soundkarte verhält sich dann schon fast normal! Aber auch nur fast. Denn irgendwie muss man beim Bootup erst einmal mit einem Mixer Programm (etwa aumix) einmal an der Lautstärke rumgespielt haben, um überhaupt was zu hören. Und zweitens schaltet das Einschieben einer PCMCIA-Karte automatisch die internen Lautsprecher an, selbst dann, wenn man sie eigentlich aus haben möchte, weil man den Line-Out verwendet. Skurril, das!

Modem Das Modem ist ein Intel (ehemals Ambient, ehemals Cirrus Logic) HaM Modem. Das steht für Host Accelerated Modem und ist eine nette Umschreibung für "Winmodem". Es gibt keinen Open-Source-Treiber für das Modem, einen Closed-Source-Treiber kann man aber bekommen. (Vielen Dank an Thomas Lochner für diesen Hinweis) Mehr Informationen gibt es auf der a Linmodems-Seite (nicht ganz up to date). Besonders das Mailinglisten-Archiv dort ist interessant. Update: Mittlerweile bietet Intel auch einen Treiber für das Modem für Linux an. Es handelt sich wohl um die selbe Software wie von oben genannter Quelle. Michael Schwinne hat mir mitgeteilt, er habe nur mit dem Intel-Treiber Erfolg gehabt. Auf meinem Laptop funktioniert auch der andere unter Linux 2.4.17 tadellos.

USB Der USB-Controller lässt sich mit dem Treiber usb-uhci.o einwandfrei in Betrieb nehmen. Meine angeschlossene Logitech-Maus funktioniert fehlerfrei.

Infrarot-Port Der FIR-IrDA-Infrarot-Port lässt sich mit dem Treiber smc-ircc.o verwenden. Dafür muss im BIOS-Setup der FIR-Modus aktiviert werden und das smc-ircc.o-Modul nach dem Treiber für die seriellen Schnittstellen serial.o geladen werden. In anderer Reihenfolge belegt der serielle Treiber den Port und der IrDA-Treiber wird ausgesperrt.

Mehr Infos zu Infrarot unter Linux gibts in der entsprechenden HOWTO.

PCMCIA/Cardbus-Controller Der Standard-i82365-Treiber von pcmcia-cs unterstützt den Controller ohne Probleme. Das pcmcia-cs-Paket aus Debian ist jedoch nicht korrekt konfiguriert um direkt per Plug-n-Play Karten in Dienst nehmen zu können. Das Subsystem benötigt Ressourcen, die es den Karten zuweisen kann. In /etc/pcmcia/config.opts wirken folgende Einträge Wunder:

include port 0x100-0x4ff, port 0x800-0x8ff, port 0xc00-0xcff
include memory 0xc0000-0xfffff
include memory 0xa0000000-0xa0ffffff, memory 0x60000000-0x60ffffff

exclude irq 7
exclude irq 3
exclude irq 4

Mit diesen Einstellungen war es kein Problem eine ELSA AirLancer MC-11 und eine LevelOne 100Mbps-Karte in Betrieb zu nehmen.

Netzwerk Der RTL8139-Chip, der auf dem Board vorhanden ist, ist ein Standardchip und wird vom Kernel mit dem Modul 8139too.o unterstützt. Funktioniert auf Anhieb.

Touchpad Es handelt sich um ein Synaptics-Touchpad mit zwei Tasten und einem Pseudorollrad. gpm unterstüzt die Touchpad nativ mit dem Treiber synps2. Wo der Vorteil gegenüber dem normalen ps2-Treiber liegt, ist jedoch nicht klar. Das Mausrad funktioniert weder mit dem einen, noch mit dem anderen, noch mit dem imps2-Treiber. Es war mir bisher nicht möglich dieses Rad einzusetzen, obwohl es sich sicherlich gut als Mittlere-Maustasten-Ersatz verwenden liesse. Update: Als ich die Unterstützung für das Pseudorollrad nun endlich selbst einbauen wollte und dafür die Quellen von gpm ausgiebig studiert habe, ist mir aufgefallen, das die Unterstützung durch gpm schon lange existiert. Um sie zu aktivieren, muss man die Maus als synps konfigurieren und eine Datei /etc/gpm-syn.conf anlegen. In dieser braucht nur eine einzige Zeile zu stehen: "[use_wmode] 1". Wenn man anschliessend gpm neu startet, wird das Touchpad im sog. WMODE angesprochen und die Rolltasten werden von gpm interpretiert. Angenehmerweise werden beide als Mittlere-Taste-Ersatz genutzt, genauso wie es mir plaisiert. Um XFree nun auch in den Genuss der neu gewonnen mittleren Taste kommen zu lassen, muss man es zur Nutzung von /dev/gpmdata bewegen - wie das geht, kann man in einschlägigen Anleitungen nachlesen.

Mit dem Debian-Paket tpconfig kann man noch allerlei interessante Dinge mit dem Touchpad anstellen.

Update: Jens Grunert war so freundlich, mir mitzuteilen, daß es auch für XFree 4.x inzwischen einen nativen Treiber für Synaptics Touchpads gibt. Er soll gut funktioniern, ich habe ihn aber noch nicht selbst getestet.

Tastatur Grundsätzlich ist es eine deutsche 105-Tasten-Tastatur (nein, nicht wirklich 105, aber das Tastatur-Layout versucht dazu kompatibel zu sein).

Fn-F3 bis Fn-F9 sind mit besonderen Features belegt: Fn-F3 schaltet zwischen externem Monitor/TV-Out und LCD hin und her. Fn-F6 schaltet die internen Lautsprecher ein oder aus. Fn-F8/Fn-F9 stellt die Helligkeit des Displays ein. Fn-F4, Fn-F5 und Fn-F7 sind nicht dokumentiert, obwohl sie gleichwohl Funktionen haben. Zumindest scheint es so. Fn-F5 habe ich entschlüsseln können. Im Real-Mode des Prozessors kann man damit die Display-Interpolation/Skalierung ab- bzw. einschalten. Erreichbar nur im Bootloader. Etwa LILO oder GRUB. Unter Linux macht die Taste gar nichts. Genau wie Fn-F4 und Fn-F7. Im Real-Mode piept Fn-F4 wenigstens. Was dahinter steckt ist mir aber nicht klar. Woher ich weiss, daß die ne Sonderbedeutung haben müssen? F3 bis F9 erzeugen keinen Scancode, wenn sie zusammen mit Fn verwendet werden. Anders als F1, F2, F10 und F11. Wer kriegt raus, wofür Fn-F4 und Fn-F7 gut sind? Update: Daniel Stoeckner hat rausbekommen, wofür Fn-F4 gut ist - zumindest wenn man APM verwendet. Seinen Laptop unter Kernel 2.4.7 (SuSE) kann man mit dieser Tastenkombination in den Suspend-To-RAM-Modus (Vielleicht auch ein anderer Stromsparmodus?) versetzen, ein Tastendruck auf Ein/Aus schaltet die Maschine wieder ein. Auf meinem Exemplar sorgt Fn-F4 im APM-Modus von Linux für einen sauberen Absturz. Im ACPI-Modus passiert weiterhin gar nix. Update: Seit Kernel 2.4.19 stürzt bei mir Fn-F4 nicht mehr sofort ab, sondern schaltet sauber in Suspend-To-RAM und wacht daraus auf Wunsch sogar wieder auf. Sehr schön, das! Offen bleibt jetzt aber noch, wie man den Suspend-To-Disk-Modus verwenden kann. Ich habe mit lphdisk eine Hibernate-Partition angelegt, diese wird auch vom BIOS erkannt, nur habe ich keine Ahnung, wie ich denn nun die Hibernate-Modus aktiviere. Weiss jemand mehr?

"Oben rechts" von der eigentlichen Tastatur gibt es noch fünf Sondertasten. Vier frei konfigurierbare und ein Ausknopf (!). Die ersteren vier produzieren Scancodes, ich konnte sie jedoch noch nicht unter XFree 4 irgendwie sinnvoll einsetzen, weil sie glauben unter X11 unbedingt die Scancodes von Print, Delete, Pause und Mode Switch zurückgeben zu müssen - anders als unter der Konsole. Theoretisch sollte es möglich sein, die Tasten mit dem hotkeys-Package einzusetzen, mir ist das jedoch noch nicht gelungen. (Tip am Rande: Das Programm xev vom XFree86-Projekt hilft sehr bei der Untersuchung dieser Tasten.) Wer kriegts hin? Anderereits sind solche Tasten reichlich überflüssig... Update: Mit dem Kernel-Patch von FunKey ist es recht einfach möglich, die vier Tasten sinnvoll zu verwenden. Dummerweise werden die Tastendrücke zusätzlich zur Weiterreichung zum FunKey-Dämon aber auch noch an XFree weitergeleitet. D.h. die Tastendrücke bewirken zwei Dinge gleichzeitig. Vielleicht lässt sich das aber auch noch verbessern. Wäre XFree nicht so Sch..., könnte man die Tasten auch viel einfacher mit Sinn belegen. Für die Sondertasten einer Sun Type 6 Tastatur hat Nils Ellmenreich XFree zurecht gepatcht. Für diese vier Sondertasten dürfte es genauso funktionieren. Dies habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Der Power-Button lässt sich aber per Software ansteuern (!). Alles was dafür nötig ist, ist ACPI-Unterstützung im Kernel (je neuer, desto besser) und der acpid (Debian-Package gleichen Namens). Nach Lesen der Dokumentation von acpid sollte man fähig sein, Scripte zu designen, die auf einen Tastendruck auf PowerOff anders reagieren als mit einem Shutdown. Das Schliessen des Laptop-Deckels lässt sich auch als Aktionsauslöser verwenden.

ACPI Wie im vorherigen Absatz beschrieben, lassen sich allerlei lustige Dinge mit ACPI-Unterstützung anstellen. Dazu muss ACPI-Support im Kernel aktiviert sein und der acpid-Daemon laufen. Unter anderem soll angeblich SpeedStep-Support für Linux frei-Haus kommen. Update: Aus mir unerfindlichen Gründen scheint der Ventilator des Rechners im ACPI-Modus nicht anzulaufen. (Genauer: Wenn das BIOS ihn beim Hochfahren einschaltet, bleibt er an, andernfalls bleibt er aus. Linux ändert das nicht während der Laufzeit. Wenn man also einen "warmen Rechner" rebootet bleibt der Ventilator ständig an, ein "kalter Rechner" bleibt dagegen immer leise.) Es besteht also Gefahr, daß der Prozessor überhitzt. Warnungen werden vom acpid in die Syslogs geschrieben. cpuburn sorgt nur im APM-Modus dafür, daß der Ventilator anspringt - im ACPI-Modus bleibt alles ruhig, wird aber sehr heiss - zu heiss vermutlich. Ich bin daher wieder zu APM zurückgekehrt. Update #2: Frank Becker war so freundlich, mir mitzuteilen, daß inzwischen ein ACPI-Update verfügbar ist, daß dieses Problem beseitigt. Leider ändert sich mit dem Patch das /proc-Interface des ACPI-Subsystems ein weiteres mal, bestehende Batteriestandsanzeigeprogramme sind also erstmal inkompatibel. Download: http://sourceforge.net/projects/acpi/.

DVD Playback funktioniert mit XINE, MPlayer und dem VideoLAN Client (vlc) selbst ohne Hardware-Beschleunigung hervorragend und besser als unter Windows mit PowerDVD. Lars Klett teilte mir mit, daß für das Laufwerk, ein QSI DVD-ROM SDR-081 (8X/24X), bisher keine RPC-1 Firmware (d.h. region-free) existiert. Die aktuelle Firmware ist mit RPC-2. Das Laufwerk wird ohne Probleme vom ide-cd.o-Treiber unter Linux erkannt. Update: Joachim Schulz war so freundlich, mir mitzuteilen, dass inzwischen ein Firmare mit RPC-1 existiert. Sie ist unter der oben genannten Addresse zu finden. Mangels ausländischer DVDs habe ich die gepatchte Firmware aber noch nicht getestet.

Mit dem Laufwerk kann man übrigens sowohl DVD+RW als auch CD-RW einwandfrei lesen. Habe es selbst getestet.

Hardware-Monitoring a lm_sensors hat kein einziges Device entdeckt. So ein Pech. Die Informationen aus /proc/acpi sagen dafür einiges bezüglich Temperatur aus.

Andere Tipps Mit noflushd (gleichnamiges Debian-Paket) lässt sich die Lärmbelästigung vermindern und die Akku-Laufzeit verlängern. Wie bei jedem anderen halbwegs modernen System verbessert hdparm -c1 -d1 -m16 -u1 /dev/hda (Und ähnliches auch für /dev/hdc) die Systemleistung und vor allem den Festplattendurchsatz (etwa auf 20MB/s, jau!).

Was noch zu tun bleibt Wofür ist Fn-F7 gut? ACPI-Suspend? Suspend-To-Disk? Kann man irgendwie die dritte LED am Display (ganz rechts) ansteuern? Daran befindet sich ein Logo einer blinkenden Email. Soundkarte hat immer noch Macken.

Links Beim Heise-Verlag gibt es im Newsticker-Forum eine Reihe von interessanten Informationen. Es gibt auch eine Webseite zum a Südbook Oktober 2001, auch mit einige Tips zum Nordbook, nicht Linux-bezogen. Schön ist auch diese Liste von anderen Notebooks, die unter Linux funktionieren. Und ausserdem gibts noch die Linux-On-Laptops-HOWTO.

Call for volunteers Wenn jemand mehr Informationen über das Notebook und seinen Betrieb unter Linux beizusteuern hat oder Rechtschreib-/Grammatikfehler melden will, dann möge er mir dies doch mznyqv (at) 0pointer (at) de.

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